Chronik

1967
1967

Einweihung

Am 31.08.1967 wurde die 10klassige Oberschule mit dem Namen „Thomas Müntzer“ in Blönsdorf nach ca. dreijähriger Bauzeit eingeweiht.

 

Die neugebaute POS „Thomas Müntzer“ löste damit die ehemalige Zentralschule in Blönsdorf ab. Bis zum Schuljahr 1966/67 wurden hier die Schüler der Orte Blönsdorf, Kurzlipsdorf, Mellnsdorf, Dalichow, Eckmannsdorf und Danna von der 1. – 8. Klasse beschult, Schüler der Orte Seehausen und Schönefeld nahmen von der 5. – 8. Klasse am Schulbetrieb teil. Mit dem Neubau der Schule gab es in diesen Orten keine Zubringerschulen mehr und auch die Kinder besuchten nun die Polytechnische Oberschule ab Klasse 1 in Blönsdorf.

 

Nicht nur die Gemeinde Blönsdorf, sondern auch der Kreis Jüterbog verfügte nun über eine modern eingerichtete Schule. Diese war in den 60er Jahren Aushängeschild für das Unterrichten in Fachkabinetten. Ausländische Delegationen von Pädagogen aus der ehemaligen Sowjetunion, aus der BRD und sogar aus den damaligen afrikanischen Bruderländern statteten der Schule Besuch ab.

 

Zischen 300 bis 400 Schülern wurden in der modern eingerichteten Schule unter-richtet. Im Musikraum stand sogar ein Flügel für die musikalische Bildung und Erziehung zur Verfügung.

1970
1970

Erste Prüfungen

Im Juni 1970 legten zum ersten Mal die Schüler ihre mündlichen und schriftlichen Prüfungen der 10. Klasse ab und erhielten ihre Abschlusszeugnisse. Bis 1967 war das für die Schüler der Zentralschule Blönsdorf nur in der POS in Niedergörsdorf möglich, in die sie nach der 8. Klasse wechselten.

1971
1971

70er/80er Jahre: Schulbetrieb in der DDR

Zum Komplex der neuerbauten POS gehörte auch ein Heizhaus, welches die große Schule mit der nötigen Fernwärme versorgte. In dem Gebäude wurden eigens für den Heizer ein großer Aufenthaltsraum, sowie eine Dusche eingebaut. In der unteren Etage des alten Schulgebäudes baute man eine moderne Großküche ein und ein ehemaliger Klassenraum diente als Speiseraum, der sich bis dahin im Keller des Gebäudes befand. Somit war die Versorgung aller Schulkinder mit einer warmen Mahlzeit gesichert. Denn die Schüler kamen z. B. aus 8 km entfernten Orten und wurden 6 bzw. 8 Stunden am Tag unterrichtet. Die oberen Räume der ehemaligen Schule, samt Lehrerwohnung, wurden nach und nach als Horträume umgestaltet.

 

Der Plan zur Errichtung einer neuen Turnhalle musste immer wieder aus finanziellen Gründen verschoben werden, so dass der Sportunterricht im Saal einer ehemaligen Gaststätte, die sich gegenüber dem neuen Schulgebäude befand, stattfinden musste.Auf dem Gelände der Schule legte man in den 70er Jahren Außensportanlagen an. Dadurch ersparte man den Schülern den Weg bis zum Sportplatz am Mellnsdorfer Wald. Lediglich für den ESP-Unterricht mussten die Schüler der 7. – 10. Klasse das Schulhaus verlassen, um im ca. 400 m entfernten Kabinett theoretische und praktische Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit Metall oder Elektronik zu erwerben.

 

Die Blönsdorfer Schule wurde zum kulturellen und sportlichen Mittelpunkt der ehemaligen Gemeinde Blönsdorf, Seehausen, Schönefeld und Danna. So wurde z. B. jedes Jahr am Samstag nach der Ausgabe der Halbjahreszeugnisse ein großes Faschingsfest organisiert, welches im Wechsel in den Süden der Gaststätten in Seehausen, Kurzlipsdorf, Danna und Blönsdorf stattfand.

 

Höhepunkt im Mai waren die alljährlichen „Thomas-Müntzer-Festspiele“. Hier stand der Sport im Mittelpunkt. Zu den Wettkämpfen wurde über viele Jahre die Niedergörsdorfer Schule eingeladen.

 

Absolventen der Pädagogischen Hochschule oder der Institute für Lehrerbildung lernten ihre ersten selbstständigen Schritte ihres Lehrerdaseins unter den Fittichen von Herrn Günter Walter, der bis in die 80er Jahre Direktor der POS „Thomas Müntzer“ war. Seinem großen Engagement ist es zu verdanken, dass in Blönsdorf diese Schule errichtet werden konnte. Ihm stand jahrelang Herr Martin Wassermann, als Stellvertreter, hilfreich zur Seite. Auch langjährige Schulsekretärin Frau Erna Freydank darf an dieser Stelle nicht vergessen werden, wie der Hausmeister Herr Heinz Schmidt. Sie haben großen Anteil an der erfolgreichen Entwicklung des Schulstandortes Blönsdorf.

1991
1991

Neuausrichtung

Nach der Wende, im Jahr 1991, wurde die 10klassige Polytechnische Oberschule in eine Grundschule umgewandelt. Schulleiter war Herr Peter Oehler. In den 90er Jahren erhielt die Grundschule endlich die dringend benötigte Turnhalle, da der bis dahin benutzte Saal aus bautechnischen Gründen geschlossen werden musste.

 

Bis 1991 wurden Schüler der umliegenden Gemeinden bis zur 6. Klasse unterrichtet. Dann kamen die Schüler aus der Gemeinde Malterhausen ebenfalls an die Grundschule Blönsdorf.

 

Mit dem Entstehen der Großgemeinde Niedergörsdorf erweiterte sich der Einzugsbereich der Grundschule immer mehr. Hinzu kam das Auslaufen der Grundschule mit Standort in Niedergörsdorf. Damit erhöhte sich die Zahl der Schüler auf ca. …260…. . Um den Schulstandort attraktiver zu gestalten, wurde 2005 die „Flexible Eingangsphase“ für die Klassen 1 und 2 eingerichtet. 2007 bewarb sich die Grundschule „Thomas Müntzer“ um die Ausstattung als verlässliche Halbtags-grundschule. Im August begann unter der neuen Leitung von Herrn Uwe Gottwald der Betrieb der verlässlichen Halbtagsgrundschule. Mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel baute man das ehemalige Heizhaus in eine hell und freundlich gestaltete Mensa um, in der sich auch eine Lehrküche befindet. Aus dem Hortgebäude wurde eine attraktive Freizeiteinrichtung mit einer großzügig ausgestatteten Aula. Das Freizeitgebäude und das Schulhaus verbindet seit 2009 ein geräumiger Haupteingang.